Der Aufhänger

Gänzlich wahllos sollten die Tische nicht im Stadtgebiet verteilt werden, sondern sich entlang einer besonderen „Linie“ befinden. Zudem war es gewollt, diese besondere „Linie“ mit einem mathematischen Anspruch zu versehen. Da bot sich „fast von allein“ die grandiose Leistung eines sehr jungen Mathematikers an, die 1796 (genau am 30.03.?) notiert wurde und ein zweitausend Jahre altes Problem abschließend klärte. Keinem geringerer als dem späteren „Fürst der Mathematiker“ Carl Friedrich Gauß gelang der Beweis für die Aussage, welche regulären n-Ecke durch eine Zirkel-und-Lineal-Konstruktion gezeichnet werden können. Den alten Griechen war bekannt, dass es für das 3-Eck und das 5-Eck eine solche Konstruktion gab und im Zusammenspiel dieser beiden (teilerfremden) Zahlen auch ein 15-Eck realisierbar ist. Offen blieben somit die Konstruktionen von 7-, 9-, 11-, 13-, 17-, usw. -Eck. Gauß konnte zeigen, dass nur (ungerade) n-Ecke konstruierbar sind, wenn n = 2^(2^k) + 1 für k ∊ ℕ eine Primzahl ist. Man prüft für k = 0 und 1, dass n = 3 und 5 ist. Mit k = 2 „erhellt“ die Konstruktionsmöglichkeit des 17-Ecks. Für k = 3 und 4 erhält man die Primzahlen 257 und 65537 und bis heute ist keine weitere dieser sogenannten Fermat´schen Primzahlen bekannt. Damit ist das 65537-Eck das größte „seiner Art“ und sollte die oben genannte „besondere Linie“ markieren. Auf dem Hof des Carl-Zeiss-Gymnasiums im Norden der Stadt wurde ein Ausschnitt dieses Kreises mit 9 Kanten der Kantenlänge 11 cm fixiert. Man errechnet leicht den Radius mit etwa 1,15 km und kann fast beliebig einen Mittelpunkt markieren. Diesen legten wir dann an einen sehr bemerkenswerten Ort in dieser Entfernung und zwar in die IMAGINATA, einem beeindruckenden Sinnesparks im Osten Jenas.

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